Allgemeine Fragen

  1. Warum gibt es Versuchstiere?
  2. Wie leben die Hunde in den Laboren?
  3. Sind Versuchstiere verhaltensgestört?
  4. Sind Versuchstiere krank?
  5. Welches Sozialverhalten haben Versuchstiere?
  6. Was muss ich bedenken, wenn ich einen Laborhund aufnehmen möchte?
  7. Wer hilft mir bei der Entscheidung PRO oder CONTRA Versuchstier?
  8. Wie geht es weiter, wenn ich ein Versuchstier aufnehme?
  9. Mit welchen Kosten muss ich für die Anschaffung eines Versuchshundes rechnen?
  10. Was kann jeder von uns tun?

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1. Warum gibt es Versuchstiere?

  • Weil der Gesetzgeber bestimmte Versuche vorschreibt
  • Weil es immer Tierversuche geben wird, solange der Mensch sich über das Tier stellt. Wir wollen durch bessere Operationsmethoden und Medikamente immer älter werden und der Austausch unserer kranken Organe soll auch reibungslos verlaufen. Unzählige Tiere müssen all diese Dinge austesten, bevor der Mensch in den "Genuss" kommt.
  • In unserem Grundgesetz ist die Forschungsfreiheit verankert.
  • An dieser Stelle möchten wir nochmals klarstellen, dass wir es uns zur Aufgabe gemacht haben, den Versuchstieren zu einem guten Weiterleben nach den Versuchen zu verhelfen.

Wir nehmen keine Stellung zur Frage der Notwendigkeit von Tierversuchen


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2. Wie leben die Hund in den Laboren?

Wir haben Zugang zu 9 verschiedenen Laboren in Deutschland
  • Die Haltung der Hunde dort ist in etwa gleich, ähnlich wie in einem Tierheim. Es gibt Innenboxen und Freigehege, gleichgeschlechtliche Rudelhaltung und sehr liebe, augagierte Tierärzte und Tierpfleger für die Betreuung.
  • Die Haltung der Versuchstiere ist in unserem Tierschutzgesetz ganz klar vorgeschrieben und in jedem Labor gibt es einen Tierschutzbeauftragten, der für die Einhaltung des Gesetzes zu sorgen hat.
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3. Sind Versuchstiere verhaltensgestört?

NEIN !!!
  • Die Tiere kennen nur unsere Welt noch nicht, sie müssen alles lernen ähnlich wie ein Welpe. Es ist eine völlig irrige Meinung, dass junge Labortiere schneller lernen als alte.
    Mein Herby (siehe Geschichte 2 unserer HP) lebte 12 Jahre in einem Labor und war nach 2 Monaten ein normaler Hund. Die Tiere haben eine normale Lernkapazität und ein extrem gutes Sozialverhalten. (durch Rudelhaltung). Dabei meine ich nicht nur Versuchshunde sondern auch Katzen, deshalb sprechen wir von Tieren. Sie sind absolut verträglich mit allen Haustieren, sehr kinderlieb und liebebedürftig, anhänglich und unendlich dankbar.

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4. Sind Versuchstiere krank?

NEIN!!!
  • Die Tiere werden vor ihrer Entlassung von den dortigen Tierärzten gründlichst untersucht, sie sind geimpft und entwurmt. Außdem sind alle Tiere tätowiert und in einem guten körperlichen Zustand.
  • Einen Garantieschein für ein langes gesundes Leben können wir leider nicht mitgeben;
    haben WIR eine Garantie für unser Leben ? ? ?

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5. Welches Sozialverhalten haben Versuchstiere?

  • In den Laboren leben die Hunde und Katzen fast immer gleichgeschlechtlich in kleinen Rudeln. Deshalb haben sie ein wunderbares Sozialverhalten. Innerhalb des Rudels mussten sie eine "Rangordnung" einnehmen, sich mit den "Kumpels" arrangieren. Labortiere vertragen sich mit allen Haustieren, die in der neuen Familie vorhanden sind. Das können auch Kaninchen, Meerschweinchen und Ratten oder Mäuse sein (da wäre ich bei Laborkatzen jedoch vorsichtig - Urinstinkt -).
  • Kleine Kinder sind ebenfalls kein Problem, ganz im Gegenteil, Labortiere lieben kleine Kinder. Allerdings möchte ich betonen, dass die sogenannten Spielregeln auch vom Kind eingehalten werden müssen, da sind die Eltern gefordert. Auch der sozialste und liebste Hund wird irgendwann zuschnappen, wenn er z.B. beim Schlafen oder Fressen gestört wird oder ihm an den Ohren oder am Schwanz gezogen wird.

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6. Was muss ich bedenken, wenn ich einen Laborhund aufnehmen möchte?

  • Sie müssen Geduld, Einfühlungsvermögen und Zeit haben
  • der Hund sollte möglichst nicht länger als 4 Stunden täglich alleine sein
  • eine gute Hundeschule ist von Vorteil, dort lernen Sie (weniger der Hund) bestimmte Regeln
  • der Hund möchte liebevoll aber konsequent erzogen werden (woher soll er wissen, was er darf oder nicht darf).

Machen Sie nicht den Fehler, auf diesem Weg "preiswert" an einen Rassehund zu kommen. Die Grundidee muss stimmen: Sie adoptieren einen Versuchshund, der für uns Menschen den Kopf hingehalten hat.


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7. Wer hilft mir bei der Entscheidung PRO oder CONTRA Versuchstier?

  • Keiner kann Ihnen dabei helfen, Sie alleine müssen alles bedenken und in der Familie besprechen. Wir können lediglich für eine gute Vorbereitung und Information sorgen. Deshalb haben wir auch diese Seiten erstellt.

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8. Wie geht es weiter, wenn ich ein Versuchstier aufnehme?

  • Sollten Sie sich nach guter Überlegung und Vorbereitung für einen Laborhund / Katze entscheiden, rufen Sie bitte einen Mitarbeiter unseres TEAMS an. Dann wird per Telefon von uns ein Fragebogen ausgefüllt, denn wir haben auch einige Fragen an Sie.
  • Wenn dann der Versuchshund oder die Versuchskatze bei Ihnen ist, sind wir jederzeit für Sie da, wir legen großen Wert auf eine gute Vorbereitung und Nachsorge. Da alle Mitarbeiter von TIERE IN NOT seit vielen Jahren selber mit Labortieren leben, können wir durch unsere Erfahrung immer helfen. WIR SIND IMMER FÜR SIE DA ! ! !

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9. Mit welchen Kosten muss ich für die Anschaffung eines Versuchshundes rechnen?

  • Da wir Hunde jeden Alters vermitteln, staffeln wir die Schutzgebühr, das finden wir fair. Da wir alle ehrenamtlich arbeiten und mit Privatautos fahren, können wir fast die ganzen Schutzgebühren den Tieren zugute kommen lassen, die unsere finanzielle Hilfe benötigen.

  • Die Schutzgebühr staffelt sich wie folgt:

    Beagle unter einem Jahr und Welpen: 200 Euro

    Beagle bis 2 Jahre:170 Euro

    Beagle 3-8 Jahre: 150 Euro

    Beagle über 8 Jahre: kann der neue Besitzer selber die Höhe bestimmen, mindestens aber 75 Euro, damit auch die älteren Beagles eine Chance haben.

    FBI´s je nach Alter :150 Euro - 200 Euro

    Auf Wunsch können wir Ihnen auch das passende Zubehör mitbringen (Halsband, Brustgeschirr und Leine). Der Preis dafür beträgt bei Beagles 35 Euro, bei größeren Hunden 40 Euro. Es handelt sich bei den Sets um Markenware mit Sicherheitsverschlüssen.

  • Bei Katzen staffelt sich die Schutzgebühr wie folgt:

    Katzen unter 5 Jahren: 70 Euro

    Katzen über 5 Jahren: 50 Euro


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10. Was kann jeder von uns tun?

  • Bedenken Sie bei jeder Tablette und jedem Medikament, dass es an Versuchstieren erprobt wurde, "konsumieren" Sie nicht mehr als unbedingt notwendig.
  • Greifen Sie nicht bedenkenlos nach Parasitenbekämpfungsmitteln bei Ihren Haustieren, auch sie wurden an Versuchstieren erprobt.
  • Tierversuche in der Kosmetikindustrie lehnt wohl jeder klar denkende Mensch ab, aber es gibt sie leider immer noch!
  • Kaufen Sie nachweislich tierversuchsfreie Kosmetik (Vorsicht Täuschung: auch die Grundsubstanzen müssen Tierversuchsfrei sein).
  • Unter folgender Telefonnummer können Sie einen entsprechenden Katalog bestellen:

Frau Elvira Golzem
Tel.: (02233) 949159
Fax: (02233) 949162


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